Auf dem Dachboden Stauraum zu schaffen, ist vor allem aufgrund der Dachschrägen häufig eine große Herausforderung. Doch mit unseren 6 Ideen und Tipps schaffst du es, (wieder) mehr in deiner Dachkammer unterzubringen.

1. Auf dem Dachboden aufräumen und ausmisten

Um auf deinem Dachboden Stauraum zu schaffen, solltest du dir zuerst einmal einen genauen Überblick zum Status quo verschaffen:

  • Was befindet sich momentan alles auf dem Dachboden?
  • Was davon brauchst du noch?
  • Was kann ein für alle Mal weg?

Gehe Schritt für Schritt jeden Winkel und Gegenstand auf deinem Dachboden an und sei konsequent: Behalte nur, was du wirklich benötigst beziehungsweise woran dein Herz hängt. Wenn du bei etwas unsicher bist, bedeutet das in der Regel, dass du auch darauf verzichten kannst.

Fakt ist: Je entschlossener du ausmistest, desto mehr freie Quadratmeter entstehen.

Merke:

Schaue nicht nur oberflächlich in die Kisten, sondern analysiere alles einzeln. Das dauert zwar länger, doch nach vollbrachtem Werk werdet ihr euch befreiter fühlen. Mit ‚ihr‘ meinen wir deinen Dachboden und dich.

2. Aufbewahrungsboxen mit Kniestock-Höhe verwenden

stauraumbox

Eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, die Bereiche unter den Dachschrägen gut für Stauraum zu nutzen, sind Aufbewahrungsboxen mit Kniestock-Höhe.

Zur Erklärung:

Der Kniestock, auch Drempel genannt, ist die gerade Wand unter der Schräge.

Miss zunächst die Höhe des Kniestocks auf deinem Dachboden. Anschließend kannst du dich im Handel gezielt nach Stauraumboxen umsehen, die in etwa so hoch sind wie der Drempel, um keine wertvollen Zentimeter zu verschwenden.

Wichtig: Wenn es sich um einen alten, unsanierten und damit feuchtigkeitsanfälligen Dachboden handelt, solltest du keine Kisten verwenden, die verrotten können – also beispielsweise solche aus Papier oder wenig robustem Holz.

Setze lieber auf Aufbewahrungsboxen aus Blech oder Kunststoff. Holztruhen solltest du regelmäßig lasieren oder lackieren und grundsätzlich mit Stoff ausschlagen. Auf diese Weise schützt du den Inhalt besser vor Beschädigungen.

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05/16/2024 01:56 am GMT

Tipp:

Für mehr Ordnung und eine größere Übersichtlichkeit empfehlen wir dir, deine Aufbewahrungsboxen zu beschriften. Nutze dafür beispielsweise einfache Schilder oder hänge stilvolle Holztafeln an die Kisten.

3. Stauraummöbel mit Kniestock-Höhe integrieren

Anstelle von Aufbewahrungsboxen kannst du für den Drempel auch Stauraummöbel mit Kniestock-Höhe kaufen. Ob du dich für Schränke mit Türen und/oder Auszügen oder mit offenen Fächern entscheidest, bleibt dir überlassen.

Tipp:

Hinter Türen und in Auszügen sind deine Gegenstände besser vor Feuchtigkeit, Staub, Schmutz und anderen äußeren Einflüssen geschützt. Dafür wirken offene Fächer luftiger. Zudem sind Schränke ohne Türen und Auszüge gemeinhin günstiger.

Aus praktischer Sicht raten wir zu ausziehbarem Stauraum. Denn mit Auszügen fällt es dir leichter, an die Gegenstände zu kommen, wenn du sie benötigst. Demgegenüber kann es ziemlich mühsam und lästig sein, aus den üblicherweise sehr tief liegenden Schränken Dinge herauszufischen.

4. Kisten unter der Schräge stufenförmig anordnen

Um der Giebelwand auf deinem Dachboden preiswert so viel Stauraum wie möglich zu entlocken, legst du dir am besten mehrere Kisten beziehungsweise Boxen mit denselben Maßen zu und ordnest sie entlang der Dachschräge stufenförmig an.

Konkret heißt das: In der hintersten Ecke, also dort, wo die Dachschräge am tiefsten ist, platzierst du je nach Kniestock-Höhe nur eine Box oder maximal zwei Boxen übereinander. Daneben haben dann vielleicht zwei bis drei übereinandergestapelte Boxen Platz und so weiter.

Kurzum: Je höher die Dachschräge wird, desto mehr Aufbewahrungskisten kannst du stapeln. Auf diese Weise entsteht eine stufenförmige Anordnung, mit der du den vorhandenen Raum sehr gut ausnutzt.

5. Stufenregale für die Giebelwände einsetzen

Alternativ zu den stufenförmig angeordneten Kisten kannst du auch Stufenregale für die Giebelwände bestellen. Im Handel sind vielfältige Varianten erhältlich.

Neben klassischen Treppenregalen aus Holz gibt es beispielsweise auch modulare Systeme aus Kunststoff, bei denen du die einzelnen Stauraumwürfel individuell zusammensteckst – einfach so, wie du sie brauchst.

Hinweis:

Wähle ein Regal, dessen niedrigste Stufe ungefähr der Kniestock-Höhe auf deinem Dachboden entspricht. Hierbei geht es wiederum darum, keinen Zentimeter Stauraum zu verschenken.

Je nach Winkel der Dachschräge ist es aber möglicherweise trotzdem so, dass du das Regal nicht ganz in der äußersten Ecke beginnen lassen kannst, sondern es einige Zentimeter nach links oder rechts verschieben musst, damit die weiteren – höheren – Stufen auch unter die Schräge passen.

6. Maßgefertigte Schränke und Regale für die Dachschrägen

Wir nehmen es gleich vorweg: Unsere letzte Idee für praktischen Stauraum auf dem Dachboden ist eine überaus kostspielige Angelegenheit. Doch falls es dein Budget erlaubt, kannst du die Schrägen mit maßgefertigten Schränken und Regalen optimal für Stauraum nutzen.

Schränke und Regale nach Maß fügen sich an jeder Stelle passgenau ein. Dies sorgt dafür, dass noch nicht einmal der kleinste, hinterste Winkel verschwendet wird. Darüber hinaus tragen Maßanfertigungen zu einer ästhetisch ansprechenden Einrichtung des Dachbodens bei.

Beispiele für maßgefertigte Dachbodenmöbel:

  • Einbauschrank (optional für Kleidung)
  • offenes Regal entlang der Giebelwand
  • offenes Regal bis unter den First

Übrigens:

Drempelschränke und -regale nach Maß kannst du auch selber anfertigen, wenn du handwerklich geschickt und erfahren bist. Im Internet stehen dir allerhand detaillierte Anleitungen zur Verfügung.