Mit Deko überladene Wände lassen eine kleine Wohnung schnell noch enger erscheinen. Doch auch eine kahle Gestaltung kommt oft unpersönlich und ungemütlich herüber. Der Trick lautet: Bilder richtig nutzen, sodass der Raum größer wirkt. Die folgenden acht Ideen verraten dir, wie es geht.

1. Bilder sprechen lassen – mit Harmonie und Ruhe zu mehr Größe

Was eine kleine Wohnung am wenigsten verzeiht, ist Chaos. Je vollgestopfter und unordentlicher der Eindruck, desto enger wirkt dein Reich. Das gilt jedoch nicht allein für Möbel und die platzsparende Unterbringung aller Habseligkeiten. Insbesondere deine Deko nimmt einen großen Einfluss darauf, ob der Wohnraum überladen oder großzügig daherkommt.

Deshalb gilt es in einer kleinen Wohnung vor allem, für ein ruhiges und gut ausbalanciertes Ambiente zu sorgen. Um Bilder für mehr Größe sprechen zu lassen, beachte diese beiden Punkte:

Motivwahl

motive für eine größere raumwirkung

Willst du eine gelassene Harmonie in deine vier Wände einziehen lassen, dann liegt ein entsprechend gestaltetes Bild nur nahe. Anstelle aufwühlender, unruhiger oder kleinteiliger Motive, wähle besser Szenen voller Ruhe, Geborgenheit und Weite, etwa:

  • Strände und Küsten sowie andere maritime Landschaften
  • Klare geometrische Konturen
  • Einzelne Gegenstände als Hauptmotiv in Großaufnahme, etwa eine große Blume anstelle eines wilden Straußes
  • Lange Wege, die mehr Weite eröffnen
  • Horizonte und Himmelsmotive, da diese wie ein zusätzliches Fenster im Raum wirken können
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Farbharmonie

Aber nicht nur, was das Bild aussagt, spielt eine Rolle. Auch die enthaltenen Farben prägen den Eindruck im Raum. Im Idealfall ist das Kolorit deiner Wand-Deko gut auf die sonstige Farbgebung deiner Inneneinrichtung abgestimmt.

In der Regel gelten maximal drei Farben als optimal. So entsteht ein wohnliches Flair, ohne überladenen oder unstrukturierten Effekt.

Beispiel:

Ist dein Wohnzimmer etwa in dem Farbschema Weiß, Beige und Hellgrün gehalten, dann wähle ein Bild in diesen Tönen. Hier könnte sich etwa eine Wald-Impression oder eine große Wiese anbieten.

2. Fokuspunkte richtig wählen

Um kleine Räume richtig zu dekorieren, solltest du Fokuspunkte nutzen. Das sind in der Regel jene Bereiche, die den Blick ohnehin anziehen. In vielen Wohnzimmern etwa hat diese Position der Fernseher inne.

Aber auch das Sofa qualifiziert sich durch den üppigen Platz, den es im Raum einnimmt. Im Schlafzimmer ist der klare Fokuspunkt das Bett.

Damit der Raum optisch größer wirkt, kombiniere deine Bilder mit den ohnehin gegebenen Fokuspunkten. Anstatt sie einfach irgendwo über die Wände zu verstreuen – und damit für Unruhe zu sorgen – platziere Bilder über den Fokuspunkten. In diesem Fall also über dem Bett, Fernseher oder Sofa.

Hinweis:

Diese Art der Gestaltung mag auf den ersten Blick nicht sonderlich kreativ wirken. Allerdings geht es hier ja auch nicht darum, höchstmögliche Extravaganz unter Beweis zu stellen, sondern für eine raumöffnende Wirkung zu sorgen. Und dafür sind die klassischen Fokuspunkte eine Topwahl.

3. Einfach auf Augenhöhe – oder darüber hinaus

Grundsätzlich ist es immer ratsam, Bilder in etwa auf Augenhöhe aufzuhängen. Im Zweifelsfall tendiere jedoch sogar noch ein Stück weiter nach oben. Das suggeriert Höhe und streckt damit den Raum.

In einigen Kulturen ist es ohnehin üblich, Bilder sehr weit oben an der Wand zu platzieren, speziell wenn es sich um Fotos geliebter Menschen oder Heiligenmotive handelt. Das soll Respekt ausdrücken.

Wandle diesen Brauch für dich ab, indem du deine Wandgestaltung leicht über der Augenhöhe anbringst – bist du eher klein, könnte auch über Kopfhöhe sehr gut funktionieren.

4. Helligkeit sorgt für Weite

Vielleicht hast du diesen Effekt schon einmal in einer Gemäldegalerie oder im Haus von Bekannten bemerkt: Bilder in düsteren Tönen lassen jeden noch so großen Raum gedrungen und verschlossen wirken.

Mache dir für deine kleine Wohnung also den Umkehrschluss zunutze: Helle Nuancen lassen das Zimmer offener und damit auch größer aussehen. Anstelle mittelalterlich dunkler Motiv, wähle also alles, was Helligkeit in dein Reich schleust. Das sorgt ja ganz nebenbei auch für eine bessere Stimmung beim Betrachten.

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5. Besser einmal groß als mehrmals klein

bilder, die den raum größer wirken lassen

Der sogenannte Gallery Wall Trend erfreut sich im Moment großer Beliebtheit. Dabei gilt es, Bilder in unterschiedlichsten Größen und Formaten an ein und derselben Wand nebeneinander zu platzieren. So entsteht ein galerieartiger Eindruck, der äußerst dekorativ wirken kann – nur leider nicht in einem kleinen Raum.

Tipp:

Hast du dennoch kleine Drucke oder Fotos, die du unbedingt in deine Raumgestaltung einbringen willst? Dann gib ihnen einen schönen Rahmen und platziere sie auf einem Regal oder Wandboard. Solange du es mit der Anzahl nicht übertreibst, lässt sich auf diese Weise ein überladener Eindruck vermeiden.

Bei wenig Platz würde der Trend eher erschlagend und unstrukturiert daherkommen. Besser als viele kleine oder mittelgroße Bilder ist hier ein großes.

6. Gerahmt, aber richtig

Tatsächlich verleihen Wandbilder von Format in einem schicken Rahmen kleinen Räumen mehr optische Größe als simple Poster. Das mag verwundern, schließlich könnte der Rahmen schnell begrenzend oder einengend wirken.

Doch hier ist das Gegenteil der Fall: Der gerahmte Look sorgt für dieses gewisse Extra an Glamour, das jede Wohnung nach mehr aussehen lässt. Zudem verleiht die Umrandung wieder die nötige Struktur, auf die es bei engem Wohnraum ankommt.

Achte lediglich auf ein passendes Design:

  • Schlichte Modelle eignen sich für kleine Räume besser.
  • Zu verschnörkelte Rahmendesigns lenken vom Motiv und von der Weite des Raumes ab.
  • Die Farbe sollte stimmig zum sonstigen Interieur ausfallen.
  • Auch hier eher auf helle Töne setzen, auch glänzende und metallische Looks sind eine gute Wahl.

7. Persönlichkeit zeigen

Wenn es in einem kleinen Raum schon nur wenige Bilder sein sollen, dann aber die richtigen. Gib diese erlesene Bühne nur Motiven, die es auch wirklich verdienen. Das heißt, das Abgebildete sollte wirklich zu dir sprechen oder etwas mit dir und deinen Interessen zu tun haben.

Besonders schön sind persönliche Fotos im XXL-Format, sei es von lieben Menschen oder selbstgemachte Natur- und Städteaufnahmen. Diese individuelle Note verleiht dem Raum sofort Persönlichkeit und damit mehr Gemütlichkeit als alles andere.

Tipp:

Verbinde diesen Punkt am besten mit Tipp #1. Also achte weiterhin auf Motive, die Weite ausstrahlen, eher hell sind und farblich in deine Einrichtung passen.