Du musst deine Küche nicht ausbauen, nur weil die Fronten vergilbt sind oder die Griffe nicht mehr gefallen.
Ein glattes Türblatt lässt sich anders erneuern als eine profilierte Holztür, und eine aufgequollene Kante braucht mehr als einen frischen Anstrich.
Such dir unter diesen 16 Ideen zuerst die Veränderung aus, die zu deinem Schrank und zum Platz vor seiner Tür passt.
1. Streiche nur die Hängeschränke in warmem Weiß
Die unteren Holztüren gefallen dir noch, nur die dunkle Schrankreihe auf Augenhöhe drückt optisch von oben.
Mit einer mattweißen Küchenschrankfarbe* für den vorhandenen Untergrund kannst du allein die oberen Fronten neu streichen.
Nimm die Griffe ab und nummeriere Türen und Scharniere, bevor du die erste Tür aushängst.
Halte das Farbmuster neben die Decke und die Wand, damit die drei Weißtöne im Tageslicht zusammenpassen.
2. Gib den Unterschränken eine salbeigrüne Front
Wenn die ebenen unteren Türen intakt sind, brauchst du für einen Farbwechsel keinen neuen Korpus.
Wische besonders die Stellen um die Griffe fettfrei und lass die Türen vollständig trocknen.
Die salbeigrüne Möbelfolie* passt auf glatte Fronten und lässt oben noch Platz für schlichte weiße Schränke.
Beklebe jede Tür und Schublade einzeln, damit sich alle Auszüge wie gewohnt öffnen lassen.
Tipp:
Teste die Haftung zuerst an einer unauffälligen Stelle mit derselben Oberfläche wie die Tür.
3. Richte die Holzmaserung auf drei Schubladen waagerecht aus
Drei übereinanderliegende Schubladen fallen sofort auf, wenn die Maserung auf einer Blende quer und auf der nächsten längs läuft.
Lege die drei Zuschnitte in Einbaureihenfolge nebeneinander und markiere die Oberkante auf jedem Trägerpapier.
Die Griffe kannst du nach dem Bekleben wieder an ihre alten Plätze schrauben.
Mit Möbelfolie in heller Eichenoptik* lässt sich derselbe waagerechte Verlauf auf allen drei Blenden aufnehmen.
4. Betone die Kassetten deiner Holztüren mit sandbeigem Lack
Seitliches Fensterlicht zeichnet die vertieften Ränder alter Kassettentüren deutlich nach.
Mit sandbeigem Möbellack* bleiben die Profile zu sehen, ohne dass eine Folie über die Vertiefungen gespannt werden muss.
Arbeite Vertiefungen mit wenig Lack aus und verstreiche Ansammlungen in den Ecken, bevor die Fläche anzieht.
Den Aufbau aus Reinigung, eventueller Grundierung und Anstrichen wählst du nach dem Material der Tür und der Anleitung zum Lack.
5. Tausche eine aufgequollene Schranktür komplett aus
Ist die untere Türkante an der Spüle dick geworden und der Belag hebt sich ab?
Kläre zuerst, woher die Feuchtigkeit kommt und ob der Korpus noch fest und trocken ist.
Eine weiße Ersatzfront* für das passende ältere Schranksystem kann die beschädigte Tür ersetzen, wenn Format, Anschlag, Bohrungen und Scharniere übereinstimmen.
Miss die ausgebaute Tür selbst und vergleiche auch die Abstände der Scharniere von Ober- und Unterkante.
Vor dem Türtausch:
- Türbreite und Höhe am ausgebauten Blatt messen.
- Art und Position der Scharnierbohrungen vergleichen.
- Prüfen, ob der Korpus trocken ist und die Schrauben fest sitzen.
6. Setze schwarze Griffe in die vorhandenen Bohrlöcher
96 Millimeter Lochabstand bedeuten, dass die beiden Schraubenmitten 96 Millimeter auseinanderliegen.
Miss am alten Griff von Mitte zu Mitte und prüfe an einer Tür, wie weit der neue Griff hervorstehen darf.
Für genau dieses Maß kannst du schwarze Stangengriffe* in vorhandene Löcher setzen.
Öffne die Tür bis zum Anschlag, bevor du alle Griffe montierst, damit der Stab nicht gegen die Wand oder den Nachbargriff schlägt.
7. Betone den Vorratsschrank mit mattem Anthrazit
Ein hoher Vorratsschrank bildet oft schon von sich aus den Abschluss der Küchenzeile.
Streiche seine Türen mit matter Küchenschrankfarbe in Holzkohleschwarz*, während die flacheren Nachbarschränke hell bleiben.
Teste den Ton erst auf einem Muster neben der Arbeitsplatte, besonders wenn wenig Tageslicht bis ans Zeilenende fällt.
Zwei schmale Griffe unterbrechen die dunkle Fläche dort, wo du die Türen tatsächlich öffnest.
8. Verkleide die Türen über der Kaffeeecke mit Holzdekor
Beim ersten Kaffee fällt der Blick eher auf die Türen direkt über der Maschine als auf den Rest der Küche.
Beschränke das Holzdekor auf dieses Paar, damit die kleine Kaffeeecke auch ohne zusätzlichen Schrank erkennbar wird.
Halte beide Zuschnitte nebeneinander und richte die Maserung aus, bevor du das Trägerpapier löst.
Mit heller Eichenfolie* lassen sich glatte Türflächen gestalten, während Arbeitsplatte, Geräte und der Bereich über dem Herd frei bleiben.
9. Kombiniere blaue Fronten mit weißen Griffen
Weiße Griffe auf mattem Blau bilden kurze helle Linien, schwarze Griffe würden dieselben Türen stärker unterteilen.
Bei weißen Möbelgriffen* mit 128 Millimeter Lochabstand kannst du vorhandene Bohrungen desselben Maßes nutzen.
Probiere einen Griff zuerst an der Tür, die du am häufigsten öffnest, und prüfe, ob deine Finger bequem dahinterpassen.
Nimm den Weißton in einer Schale oder Tasse wieder auf, ohne jede sichtbare Küchenfläche weiß zu streichen.
10. Stimme die Türen des Hochschranks auf die Wandfarbe ab
Wenn der Hochschrank gleich neben der Tür steht, nimmt seine Front einen großen Teil des Blickfelds ein.
Halte eine weitgehend gleichfarbige Probe morgens und abends neben die gestrichene Wand.
Eine hellbeige Möbelfolie* bringt die glatten Türen nahe an den Wandton, während Knöpfe und schmale Fugen die Bedienung erkennbar lassen.
Für einen Zuschnitt ohne Mittelnaht muss die Rollenbreite zur tatsächlichen Türbreite einschließlich der benötigten Kantenzugabe passen.
Merke:
Ein Muster neben der Wand zeigt dir mehr als ein Farbfoto auf dem Handy.
11. Gestalte einen schmalen Schubladenblock in Anthrazit
Suche einen einzelnen Block aus schmalen Schubladen zwischen den hellen Unterschränken aus.
Ein dunkler Anstrich hebt genau die Fächer hervor, in denen Besteck, Küchenhelfer und Geschirrtücher liegen.
Schreib die Reihenfolge auf die Rückseiten der Blenden, damit nach dem Trocknen jede wieder am richtigen Auszug sitzt.
Mit der dunklen Küchenschrankfarbe* bleiben die Spalten zwischen den einzelnen Blenden offen, wenn du jede Front separat streichst.
12. Rahme ein offenes Regal mit weißen Schranktüren ein
Zwischen zwei Hängeschränken reicht manchmal schon ein offenes Fach für die Schalen, die täglich auf den Tisch kommen.
Wähle für die beiden angrenzenden Türen eine warmweiße Schrankfarbe*, die für ihre Oberfläche geeignet ist.
So bleibt der Holzton im offenen Fach sichtbar, ohne dass jede Tür ihren eigenen Farbton bekommt.
Wenn dahinter ein Muster verläuft, kannst du die Schrankfarbe auch mit deinem Fliesenspiegel in der Küche abstimmen.
13. Setze Holzdekor auf der Frühstücksseite der Halbinsel ein
Vom Sofa aus siehst du vor allem die Rückseite der kleinen Küchenhalbinsel.
Hat sie dort erreichbare Schranktüren, lässt sich nur diese Seite mit Möbelfolie mit heller Holzmaserung* an die Möbel im Wohnraum angleichen.
Die Türen brauchen eigene Zuschnitte und freie Fugen, auch wenn sie geschlossen wie eine zusammenhängende Holzfläche aussehen.
Rücke den Esstisch so weit ab, dass sich beide Türen vollständig öffnen lassen.
14. Verbinde zwei Schrankreihen mit salbeigrünen Fronten
Zwei getrennte Fronten können eine L-Küche stärker verbinden als ein durchgehender Streifen über alle Schränke.
Wähle dafür je eine Tür auf jeder Seite der Innenecke und prüfe zuerst, ob beide ohne Zusammenstoß öffnen.
Mit salbeigrüner Klebefolie* auf den beiden glatten Türen läuft der Farbton über die Ecke, ohne die Fugen zu überbrücken.
Den übrigen Türen und der Küchenrückwand bleibt damit genügend ruhige Fläche.
15. Nutze die alten Griffe auf passenden neuen Türen
Manchmal sind die alten Messinggriffe schöner als die Front, an der sie hängen.
Bewahre Griffe und Schrauben paarweise auf und übertrage die Lage erst, wenn die Ersatztür am Korpus ausgerichtet ist.
Prüfe an der passenden weißen Schranktür* vor dem Bohren, ob vorhandene Löcher passen und der Beschlag die neue Türstärke verträgt.
An einem schmalen Türenpaar sitzen die Griffe am besten so, dass du beide greifen kannst, ohne beim Öffnen die Finger einzuklemmen.
16. Gib einzelnen Holztüren neben dem Esstisch einen warmen Glanz
Am Frühstücksplatz zeigt das einfallende Licht jede kleine Spiegelung auf den benachbarten Schranktüren.
Probiere den Glanzgrad auf einem Reststück aus und betrachte es vom Sitzplatz, bevor du dich für alle Fronten entscheidest.
Wenn dir die Reflexion gefällt, kannst du mit glänzendem sandbeigem Lack* nur die intakten Holztüren an dieser Seite streichen.
Lass das Holz der Hängeschränke sichtbar und die neue Oberfläche nach Herstellerangabe aushärten, bevor Stühle oder Taschen dagegenstoßen.


