Die Küchenfronten sind noch in Ordnung, aber du hast dich an den Griffen, den alten Tüchern und der kahlen Essecke sattgesehen? Oft kannst du genau dort anfangen. Ein paar gut gewählte Veränderungen machen aus einer zweckmäßigen kleinen Küche einen Raum, in dem du auch nach dem Kochen gern sitzen bleibst.
Diese 13 Ideen kommen ohne neue Fliesen, gestrichene Fronten oder große Umbauten aus. Such dir zuerst die Stelle aus, die dich im Alltag am meisten stört. Bei einer Mietküche bewahrst du ausgewechselte Teile auf und stimmst Veränderungen an fremden Möbeln vorher ab.
1. Tausche die Griffe an deinen Küchenfronten aus
Wie oft greifst du am Tag an dieselbe Schublade? Neue Griffe fallen dir deshalb sofort auf, auch wenn Fronten und Arbeitsplatte bleiben. Ein warmer Goldton passt zum Beispiel gut zu cremefarbenen Türen und Holz.
Für vorhandene Löcher mit 96 mm Abstand eignen sich diese goldfarbenen T-Stangengriffe*. Die Griffe sind insgesamt 150 mm lang und kommen im 20er-Set. Miss von Lochmitte zu Lochmitte; die Länge des alten Griffes allein hilft bei der Auswahl nicht.
Wechsle zunächst einen Griff und öffne die Tür vollständig. Deine Hand braucht genug Platz, und neben einer Ecke darf der Griff nicht gegen die nächste Front stoßen. Auch Schraubenlänge und Türstärke müssen zusammenpassen.
Wenn alles passt, ziehst du die übrigen Schrauben vorsichtig von innen fest. Die alten Griffe samt Schrauben kommen gemeinsam in eine beschriftete Tüte. So kannst du sie später wieder anschrauben.
2. Hänge leichte Vorhänge an die vorhandene Stange
Am Frühstücksplatz fällt das Licht morgens direkt auf Tisch und Stühle. Zwei lockere Stoffbahnen rahmen das Fenster ein und nehmen einer kahlen Ecke etwas von ihrer Strenge.
Diese Idee passt zu einem freien Fenster neben der Essecke. Stoff braucht Abstand zu Herd und Spüle und darf keinen Heizkörper verdecken. Über einer Arbeitsplatte sind bodenlange Vorhänge unpraktisch.
Mit beigefarbenen Ösenvorhängen in Leinenoptik* kannst du eine vorhandene Stange weiterverwenden. Das Set enthält zwei 245 cm lange Bahnen. Miss von der Stange bis knapp über den Boden und wähle die Länge passend zu deinem Fenster.
Zieh die Bahnen tagsüber so weit auseinander, dass die Scheibe überwiegend frei bleibt. Zum Lüften soll sich das Fenster öffnen lassen, ohne dass Stoff am Griff hängt. Ein heller, waschbarer Stoff macht dir die Pflege in der Küche leichter.
3. Lege einen schmalen Läufer vor deine Küchenzeile
43 cm Breite reichen für einen schmalen Streifen vor der Küchenzeile. Damit bleibt der Boden an beiden Seiten sichtbar, während deine Füße beim Kaffeeholen auf einer weicheren Fläche stehen.
Prüfe zuerst die Türen von Geschirrspüler, Backofen und Unterschränken. Auch mit Läufer müssen die Türen vollständig aufgehen. Auf einem feuchten oder unebenen Boden liegt selbst eine griffige Rückseite ungünstig.
Eine ruhige Farbe lässt vorhandene Fliesen weiter mitspielen. Beige passt gut zu Holz und hellen Fronten; ein großes, kontrastreiches Muster nimmt in einem schmalen Gang schnell viel Aufmerksamkeit ein.
Ein beigefarbener Küchenläufer* passt gut vor eine schlichte Küchenzeile. Diese Ausführung ist 43 x 150 cm groß und hat eine Gummirückseite. Lege ihn vollständig flach auf den sauberen, trockenen Boden. Sobald sich eine Ecke aufstellt oder der Läufer wandert, korrigierst du die Lage.
Vor dem Auslegen: Öffne alle angrenzenden Türen einmal ganz und geh mit einem leeren Tablett durch den Gang. So merkst du schnell, ob der Läufer im Weg liegt.
4. Stimme deine Geschirrtücher farblich aufeinander ab
Wenn am Ofengriff drei völlig unterschiedliche Tücher hängen, ist das oft die bunteste Stelle der ganzen Küche. Schon zwei zusammenpassende Tücher bringen dort Ruhe hinein, ohne dass du etwas an den Möbeln ändern musst.
Ein Set mint-weiß karierter Geschirrtücher* greift helle Grün- und Weißtöne auf. Die vier Baumwolltücher sind 45 x 70 cm groß und bis 60 °C waschbar. Zwei hängen griffbereit, die anderen warten im Schrank.
Nutze vorhandene Haken oder eine geeignete Stange an einem trockenen Platz. Breite benutzte Tücher zum Trocknen aus und lass sie frei hängen. Vom heißen Kochfeld hältst du sie fern.
Für eine kleine Verbindung zum Rest des Raums genügt eine Tasse oder ein Pflanztopf in ähnlichem Grün. Weitere Kombinationen findest du bei den Ideen für eine salbeigrüne Küche.
5. Polstere deine Küchenstühle mit hellen Sitzkissen
Ein nackter Holzstuhl ist schnell abgewischt. Mit einem weichen Kissen bleibst du beim zweiten Kaffee vielleicht etwas länger sitzen. Besonders an einer kleinen Essecke fällt der helle Stoff zwischen Tisch und Stuhlbeinen auf.
Leg zum Ausprobieren ein gefaltetes Handtuch auf den Sitz. Du merkst dann, wie viel zusätzliche Höhe angenehm ist und ob deine Beine noch bequem unter den Tisch passen.
Für ungefähr quadratische Sitzflächen kommen cremefarbene Stuhlkissen mit Bindebändern* infrage. Die Kissen messen 40 x 40 cm und sind im Vierer-Set erhältlich. Der Bezug besteht aus Baumwolle und Polyester; die Kissen lassen sich bei 30 °C waschen.
Binde die hinteren Bänder an den Rückenstreben fest und prüfe, ob die Kissen beim Aufstehen liegen bleiben. Auf schmalen oder stark gerundeten Sitzen sollte kein großer Rand überstehen. Zwei passende Kissen reichen für eine Küche mit zwei Stühlen völlig aus.
6. Decke deinen Frühstückstisch mit einem karierten Tuch
Du deckst am Sonntag zwei Teller, stellst Kaffee dazu und holst die Croissants aus der Tüte. Eine karierte Tischdecke macht aus derselben Tischplatte einen kleinen Frühstücksplatz, den du nachher wieder freiräumen kannst.
Lass den Stoff an allen Seiten ähnlich weit herunterhängen. Ein kurzer Überhang ist im engen Raum angenehmer als eine Decke, die zwischen Stuhlbeinen und Knien landet.
Räume auf dem Tisch nur das aus, was ihr gerade braucht. Für große Blumensträuße bleibt auf einer kleinen Platte selten genug Platz neben den Tellern.
Eine blau-weiß karierte Baumwoll-Tischdecke* bringt das Muster schon mit. Diese Ausführung ist 110 x 140 cm groß. Miss deine Tischplatte vorher aus und rechne den gewünschten Überhang an beiden Seiten hinzu.
7. Ergänze warmes Licht unter deinem Hängeschrank
Unter dem Hängeschrank bleibt abends ein dunkler Streifen, obwohl die Deckenlampe an ist. Licht direkt über der Arbeitsplatte macht Schüssel, Brett und Zutaten dort besser erkennbar.
Mit einer Akku-Unterbauleuchte mit Magnetbefestigung* brauchst du kein frei hängendes Stromkabel. Im Set stecken zwei 38 cm lange Leuchten mit abnehmbarem Akku. Die warmweiße Einstellung liegt bei 3500 K; die Helligkeit lässt sich anpassen.
Wähle eine trockene Fläche abseits von heißem Dampf und Spritzwasser. Auf einer geeigneten Metallfläche hält die Leuchte magnetisch; bei Holz sind die vorgesehenen Klebeplättchen nötig. Prüfe dafür die Montagehinweise und die Verträglichkeit mit deiner Schrankoberfläche.
Für längere Arbeiten ist der Dauerlichtmodus praktischer als ein Bewegungsmelder, der zwischendurch ausgeht. Reicht dir die Helligkeit zum Schneiden nicht, schalte die übrige Arbeitsbeleuchtung dazu. Den Akku lädst du an einem trockenen Platz.
- Miss die freie Breite unter dem Schrank.
- Prüfe die Befestigung auf deiner Oberfläche.
- Lass den Akku zum Herausnehmen zugänglich.
- Teste Licht und Schatten mit deinem Schneidebrett.
8. Befestige Gewürzregale an der Kühlschrankseite
Räume vier häufig benutzte Gewürze von der Arbeitsplatte und halte sie probeweise neben den Kühlschrank. Eine freie Seitenwand kann genau der Platz sein, an dem du sie beim Kochen bequem erreichst.
Teste zuerst mit einem Magneten, ob die Fläche überhaupt geeignet ist. Glas, manche Edelstahlflächen und verkleidete Gerätefronten bieten dafür keinen Halt. Lüftungsöffnungen und der Türbereich bleiben frei.
Zwei schwarze magnetische Gewürzregale* schaffen eine kleine Ablage ohne Bohrlöcher. Die Stahlregale sind etwa 25 cm breit, 12,5 cm tief und 9,5 cm hoch. Setze sie auf eine saubere, geeignete Fläche und belade sie nach den Herstellerangaben.
Lass zwischen den Regalen genug Höhe, um ein Glas nach oben herauszunehmen. Die größte Flasche dient dir dabei als Maß. Vor dem Einräumen prüfst du auch, ob die Kühlschranktür weiterhin vollständig öffnet.
9. Tausche die Motive in deinen Küchenbildern aus
Zwei große grüne Blätter vor hellem Papier geben einer freien Wand ein klares Thema. Das sieht über einem schmalen Frühstücksplatz ruhiger aus als viele kleine Bilder in ganz unterschiedlichen Farben.
Nimm zuerst deine vorhandenen Rahmen von der Wand und miss die Bildfläche. Die Außenmaße des Rahmens sagen wenig darüber aus, welcher Druck hinter das Glas passt.
Nutze die bisherigen Aufhängungen weiter und setze die Bilder an eine trockene Stelle. Direkt neben dem Kochfeld oder im Spritzbereich der Spüle machen Fett und Wasser dir sonst zusätzliche Arbeit.
Ein Zweier-Set mit grünen Pflanzenmotiven* passt zu Holz, Creme und hellen Grüntönen. Diese Drucke sind 30 x 40 cm groß und werden ohne Rahmen geliefert. Wenn du passende Rahmen schon hast, kannst du sie damit einfach neu bestücken.
10. Fülle dein Spülmittel in einen Keramikspender
Kennst du die halb leere Plastikflasche, die ständig neben dem Wasserhahn umkippt? Ein freistehender Pumpspender gibt dem Spülmittel einen festen Platz und lässt sich mit einer Hand bedienen.
Dafür eignet sich ein grüner Keramikspender mit Rillen*. Er fasst 400 ml und ist für Spülmittel oder Flüssigseife vorgesehen. Such dir einen Inhalt aus und halte die Nachfüllflasche dazu im Schrank bereit.
Stell den Spender auf eine kleine abwischbare Unterlage, die vollständig auf der Arbeitsfläche liegt. Neben dem Pumpkopf muss genug Raum für deine Hand bleiben. Wasser unter der Unterlage wischst du regelmäßig weg.
Eine Bürste und ein ordentlich ausgebreitetes Tuch reichen daneben. Die Ersatzschwämme verschwinden in der Schublade. Weitere kleine Gruppen findest du bei den Ideen zum Dekorieren der Küchenarbeitsplatte.
11. Nutze eine freie Ecke für einen schmalen Küchenwagen
Wenn am Ende deiner Küchenzeile eine kleine Ecke frei bleibt, landen dort schnell Einkaufstaschen. Ein schmaler Wagen kann diesen Platz für Dinge nutzen, die sonst auf der Arbeitsplatte stehen.
Miss die Ecke mit geöffneten Schranktüren aus. Der Wagen darf weder den Durchgang verengen noch den Zugang zu einer Steckdose oder einem Heizkörper versperren. Markiere seine Stellfläche zum Ausprobieren mit Papier auf dem Boden.
Ein schmaler schwarzer Küchenwagen* braucht ungefähr 40 x 30 cm und ist rund 70 cm hoch. Drei offene Metallkörbe und vier Rollen gehören dazu; zwei Rollen lassen sich feststellen.
Verteile den Inhalt nach Gewicht und Häufigkeit: Schwere Vorräte kommen nach unten, täglich genutzte Tücher nach oben. Feine Kleinteile legst du in einen Behälter, damit sie nicht durch den Gitterboden fallen. Am festen Standort stellst du die Rollen fest.
Erst den Platz testen: Lass die markierte Fläche einen Tag lang frei. Musst du beim Öffnen der Spülmaschine oder mit dem Einkauf ständig darum herumgehen, passt ein Wagen dort nicht gut hin.
12. Stelle eine kleine Grünpflanze ans Küchenfenster
Das Grün einer einzigen Pflanze hebt sich deutlich von hellen Fliesen und Fensterrahmen ab. Du brauchst dafür keine Sammlung quer über die ganze Fensterbank. Eine Pflanze mit überschaubarer Breite lässt dir mehr Platz zum Lüften.
Wähle zuerst eine Art, die mit dem Licht an deinem Fenster zurechtkommt. Prüfe dann den Platz mit vollständig geöffnetem Fenster. Blätter sollen weder gequetscht werden noch dauerhaft die Scheibe berühren.
Gieße so, dass du überschüssiges Wasser auffangen und anschließend entfernen kannst. Kontrolliere auch die Fläche unter dem Untersetzer, besonders bei Holzfensterbänken.
Ein waldgrüner Keramiktopf mit Untersetzer* bietet einen passenden Rahmen. Diese Ausführung hat ungefähr 17 cm Durchmesser, ein Abflussloch und einen Untersetzer. Miss dessen Stellfläche mit ein und lass den Topf vollständig auf der Fensterbank stehen.
13. Sammle Kleinteile in passenden Regalkörben
Du suchst einen Teebeutel und ziehst dabei die Servietten mit aus dem Regal. Kleine Körbe geben solchen Dingen eigene Plätze. Von vorn siehst du vor allem das Geflecht und kannst trotzdem alles einzeln herausnehmen.
Mit kleinen Körben aus Wasserhyazinthe* lässt sich ein vorhandenes offenes Regal ordnen. Das Vierer-Set enthält Körbe mit Außenmaßen von 22 x 17 x 12 cm. Innen stehen ungefähr 20 x 15 x 11 cm zur Verfügung.
Lass zwischen Korb und darüberliegendem Brett Platz für deine Finger. Drei Körbe passen nur dann nebeneinander, wenn auch kleine Zwischenräume bleiben. Die Grifföffnungen sollen zu dir zeigen.
Sortiere trockene Tücher, verpackten Tee oder Servietten hinein. Feuchte Schwämme und offene Lebensmittel bekommen einen anderen Platz. Ein freier Abschnitt im Regal verhindert, dass du beim Herausziehen gleich das Nachbarkörbchen mitnimmst.
















