Hohe Decken sind Fluch und Segen zugleich. Schlecht gestaltet lassen sie den Raum eher wie eine ungemütliche Bahnhofshalle oder erdrückende Schlucht wirken. Doch wenn du es richtig angehst, kannst du hohe Decken als Stauraum nutzen.

Wir haben ein paar tolle Ideen zusammengestellt, die sich für verschiedene Räumlichkeiten eignen. Hol dir Einrichtungsinspirationen für die hohen Decken in deinem Wohn- und Schlafzimmer, in deiner Küche und in deinem Flur!

1. Bibliotheksregal für eine inspirierende Bücherwand

platz zwischen schrank und decke nutzen

Um im Altbau hohe Decken zu nutzen, kannst du dir ein extra hohes und breites Bibliotheksregal in dein Wohnzimmer stellen. Im Idealfall füllt es eine Wand im Raum von unten nach oben und links nach rechts komplett aus.

Das gelingt in der Regel nur mit einer Maßanfertigung. Diese ist zwar oft kostenintensiv, sorgt aber dafür, dass du keinen einzigen Millimeter an Stauraum verschenkst.

Ein edles Bücherregal, das ganz bis unter deine Decke reicht, unterstreicht den noblen Charme, der von hohen Wänden ausgeht. Zudem gibt es deinen Büchern ein würdiges Zuhause.

Wenn du magst, kannst du die Optik mit dem einen oder anderen Dekoelement auflockern. Platziere diese Akzente einfach zwischen den Büchern.

Allerdings entfaltet ein stattliches Bibliotheksregal auch dann eine einzigartig inspirierende Wirkung, wenn es einzig mit Büchern gefüllt ist.

Wichtig: Auch wenn du planst, das Regal zunächst nur zum Teil zu befüllen, solltest du dich direkt für eine ordentliche Brettstärke und Dübelgröße entscheiden.

So bleibst du über die Jahre flexibel und dein Regal weiterhin stabil, wenn es mit der Zeit mehr Last tragen muss.

Tipp:

Installiere nach Möglichkeit eine hohe Leiter, damit du auch die oberen Bereiche des Regals problemlos erreichst. Am sichersten, bequemsten und platzsparendsten ist eine an einer Reling fixierte Schiebeleiter mit Rollfuß.

2. Wandregale für Bücher und Deko

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Während du ein großes Bibliotheksregal nur an einer Wand anbringen solltest, bist du mit normalen Wandregalen relativ frei: Du kannst sie neben- oder übereinander, in einem Zickzack-Muster oder stimmig verteilt an einer, aber auch an mehreren Wänden anbringen.

Wandregale sind eine recht unaufdringliche Möglichkeit, hohe Decken als Stauraum zu nutzen. Sie bieten dir Platz für verschiedene kleinere Gegenständen, beispielsweise ein paar Bücher und/oder Dekoelemente, drängen sich jedoch optisch nicht in den Vordergrund – vor allem, wenn du dich für klassisch-schlichte Modelle entscheidest, wozu wir dir raten.

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Tipp:

Übertreibe es nicht mit Wandregalen und achte immer auf eine sinnvolle Struktur. Ansonsten sehen deine hohen Wände bald überladen und unruhig aus, was das Wohlfühlen im Raum nicht gerade fördert.

3. Hohe Vitrine als Statement Piece im Wohnzimmer

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Jede wichtige Räumlichkeit deines Zuhauses sollte ein Statement Piece haben, das ihr das gewisse Etwas verleiht. Im Wohnzimmer eines Altbaus könnte dies eine hohe Vitrine sein. Am besten füllt sie in der Höhe rund zwei Drittel der Wand aus.

Je nachdem, wie groß der Raum grundsätzlich ist, kann sie eher schmal oder auch breiter ausfallen.

Hinter den Glaseinsätzen einer Vitrine kommen schöne Dekoelemente exzellent zur Geltung. Den sonstigen Stauraum im Vitrinenschrank kannst du für weitere empfindliche Gegenstände verwenden, die du vor Licht und Staub schützen willst.

4. Aufsatzschrank für den Kleiderschrank

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Gerade in eine kleine Wohnung passt von der Breite her oftmals nur ein kompakter Kleiderschrank. Wenn du deine Kleidung und textilen Accessoires kaum darin unterbringst, aber eine hohe Decke hast, solltest du diese unbedingt nutzen – beispielsweise für einen Aufsatzschrank, den du auf dem Kleiderschrank platzierst und gegebenenfalls festschraubst.

In einem solchen Aufsatzschrank finden etwa solche Kleidungsstücke Platz, die du selten oder nur in einer bestimmten Jahreszeit trägst: das elegante Kleid oder den Anzug, Badeklamotten, den Skianzug und so weiter.

Natürlich kannst du den Aufsatzschrank auch für Bettwäsche, Handtücher und sonstige Dinge verwenden, die an anderer Stelle gerade lästig Platz wegnehmen.

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Aber: Baue nur dann auf einen Aufsatzschrank, wenn dein Kleiderschrank die Last wirklich tragen kann. Letztere umfasst nicht nur das Gewicht des Zusatzschranks, sondern natürlich auch das der Sachen, die du darin aufbewahren möchtest.

Tipp:

Ein Aufsatzschrank eignet sich genauso für andere Schränke, ob in der Küche, im Bad oder im Flur. Solange zwischen Oberboden und Decke genügend Platz ist und die Tragfähigkeit des jeweiligen Basisschranks stimmt, spricht vieles dafür, Aufsatzschränke zu verwenden, um neuen Stauraum zu schaffen.

5. Hochbett für Stauraum im unteren Bereich

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Wenn du kein Bett mit Bettkasten oder Stauraumschubladen hast, ist dieses Möbelstück ein echter Stauraum-Killer. Zumal du direkt über deinem Schlafgemach definitiv keine Hängeschränke gebrauchen kannst – außer du strebst pure Anti-Gemütlichkeit an.

Doch das Bett muss nicht zwingend ein Showstopper sein, wenn es darum geht, in seinem Bereich Stauraum zu generieren. Eine hohe Decke lädt geradezu dazu ein, sich ein Hochbett hinzustellen: Oben schläfst du und die Zone darunter beschert dir Platz, etwa für:

  • ein kleines Home Office mit Schreibtisch und Regal
  • einen kompakten Kleiderschrank
  • ein Bücherregal

Du hast keine Kinder oder zumindest keine, die bei dir wohnen? Macht nichts, denn ein Hochbett eignet sich auch für Erwachsene!

6. Küchenschrank bis unter die Decke

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In einer kleinen Küche mit hoher Wand liegt kaum etwas näher, als einen Küchenschrank bis unter die Decke zu installieren – und das nicht allein deshalb, weil du so mehr Stauraum herausholst.

Tatsächlich wirkt ein solcher Küchenschrank nach Maß geschlossener und insgesamt kompakter. Der Spalt, der ansonsten zwischen der Oberkante des Schranks und der hohen Decke verbleibt, ist gemeinhin nicht besonders schön anzusehen.

Ein weiterer Vorteil eines deckenhohen Küchenschranks besteht darin, dass er sich übersichtlicher organisieren und einräumen lässt. Gerade wenn du in deiner Küche viel Vorratshaltung betreiben willst, lohnt es sich in der Regel, in einen maßgefertigten Schrank zu investieren, der genau unter die Decke passt.

Es gibt jedoch auch einen Nachteil: Die oberen Schrankbereiche sind meist schlecht zu erreichen, was die Entnahme der dort gelagerten Küchenutensilien und Lebensmittel sowie auch die Reinigung dieser Bereiche erschwert.

Du kannst selbstverständlich eine Anlegeleiter oder einen Tritthocker verwenden, solltest dieses Hilfsmittel aber nicht zu oft einsetzen müssen, um das Unfallrisiko zu reduzieren.

Tipp:

Bewahre in den oberen Schränken selten benötigte Gegenstände auf.

7. Deckenhoher Einbauschrank für den schmalen Flur

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In einem schmalen Flur Stauraum zu schaffen, ist häufig eine große Herausforderung. Doch wenn die Wände wie in Altbauwohnungen üblich die 2,7-Meter-Marke übertreffen, kannst du das Problem mit einem deckenhohen Einbauschrank lösen. Ein solcher ist perfekt, um im Altbau hohe Decken zu nutzen.

Wie immer bei Möbeln nach Maß braucht es auch für dieses Projekt ein üppigeres Budget. Sofern du die Kosten stemmen kannst, macht es aber absolut Sinn, auf einen Flurschrank zu setzen, der schmal und hoch ist.

Ein solches Stauraummöbel bietet Platz für alles, was du in der Diele lagern willst – von Jacken und Mänteln über verschiedene textile Accessoires bis hin zu Schuhputzzeug und anderen Nutzutensilien.

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